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Diabetes-TÜV weist gute Versorgung der Patienten nach

Augenschäden bei Zuckerkranken deutlich niedriger als angenommen.

Laut den Ergebnissen einer zwei Jahre lang dauernden Untersuchung in Niedersachsen ist die Versorgung zuckerkranker Patienten deutlich besser als bislang vermutet. Das ergab eine Auswertung des so genannten Diabetes-TÜV, bei dem einige tausend Diabetiker auf krankheitsbedingte Folgeschäden untersucht wurden. Zwei Jahre lang hatten im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Niedersachsen und der Deutschen BKK u.a. mehr als 60 Augenärzte einige tausend Patienten auf durch die Zuckerkrankheit bedingte Schäden an der Netzhaut (diabetische Retinopathie) untersucht. Bevölkerungsbezogene Daten zur Häufigkeit diabetischer Augenerkrankungen lagen bis zum Start des Diabetes-TÜV in Deutschland nicht vor.

Wichtigstes Ergebnis der Studie ist die Tatsache, dass der augenärztliche Untersuchungsbogen sich sehr gut in die normale Regelversorgung der Patienten einfügen ließ. Bei den konkreten Ergebnissen fiel den Experten auf, dass die Häufigkeit schwerer Folgeerkrankungen am Auge in der beobachteten Stichprobe wesentlich niedriger lag, als in den Veröffentlichungen gleicher Daten von Patienten aus angloamerikanischen Ländern. So waren laut einem Bericht der Ärzte Zeitung von einer fortschreitenden Retinopathie in zwei Jahren nur 28 der untersuchten Patienten betroffen. Unter einer schweren nicht fortschreitenden Retinopathie litten 117 Diabetiker. Und bei 632 Patienten stellten die Mediziner eine milde oder mäßige durch die Zuckerkrankheit bedingte Durchblutungsstörung fest. Bei rund drei Viertel aller Patienten wurden keine Folgeschäden am Augenhintergrund entdeckt.