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Bei zu lascher Therapie droht einem Diabetiker Erblindung

Blutzucker und Blutdruck sollten optimal eingestellt sein.

Viele der rund 2000 jährlich neu erblindeten Diabetiker in Deutschland könnten ihr Augenlicht retten, wenn sie sich rechtzeitig und ausreichend gegen die Zuckerkrankheit behandeln ließen. Davon geht die Augenexpertin Prof. Dr. Gabriele Lang vom Universitätsklinikum Ulm laut einem aktuellen Bericht der Fachzeitschrift Ärztliche Praxis aus. Danach sind außer der Dauer der Zuckerkrankheit ein zu lasch behandelter Bluthochdruck und ein krankhaft erhöhter Blutzucker die wichtigsten Risikofaktoren für diabetische Augenerkrankungen.

Als wichtigste Behandlungsziele für jeden Diabetiker empfahl Lang deshalb einen Blutdruck unter 120/80 mm Hg sowie ein HbA1c (glykiertes Hämoglobulin) unter sieben Prozent. Durch Bestimmung dieser Form des Blutfarbstoffs Hämoglobin im Venenblut kann der Arzt feststellen, ob es dem Diabetiker über einen längeren Zeitraum gelungen ist, seine Stoffwechselstörung durch eine Diät und/oder mit Medikamenten zu beherrschen.

Außerdem appellierte die Ulmer Medizinerin an die Ärzte, alle Diabetiker jährlich augenärztlich zu untersuchen. Denn nur im überwiegend symptomfreien Anfangsstadium der diabetischen Netzhauterkrankung (Retinopathie) bestehen ihrer Ansicht nach gute Behandlungschancen. Zum Zeitpunkt erster Beschwerden sei der optimale Zeitpunkt für eine Lasertherapie in der Regel bereits erheblich überschritten, so Lang. Dabei könnte diese Behandlung im Falle der mit Gewebswucherungen einhergehenden Retinopathie das Risiko schwerer Sehkraftverluste um 50 Prozent senken.